„Die Website sieht schön aus, aber es kommen keine Anfragen rein." — diesen Satz höre ich pro Woche mindestens dreimal. Und in 9 von 10 Fällen liegen die Ursachen bei diesen 5 Fehlern. Sie sind so verbreitet, dass ich sie mittlerweile blind in jeder neuen Site finde.
Hier sind sie — und wie du sie jeweils fixt.
Fehler 1: Keine klare Zielgruppe
Die meisten Websites versuchen, alle anzusprechen. Privatkunden, Geschäftskunden, große Firmen, kleine Firmen, Männer, Frauen, jung, alt. Das Ergebnis: Du sprichst niemanden wirklich an.
Wie du es erkennst: Lies deine Startseite. Wenn du nach dem ersten Absatz nicht klar weißt, FÜR WEN diese Site gemacht ist — Fehler 1.
So fixt du es:
- Wähle eine klare Hauptzielgruppe (z. B. „Steuerberater mit 2-10 Mitarbeitern in NRW")
- Schreibe deine Headline und Subline so, dass diese Zielgruppe sich SOFORT angesprochen fühlt
- Andere Zielgruppen kommen weiterhin — aber sekundär
Beispiel: Statt „Webdesign für Ihren Erfolg" → „Webdesign-Pakete für Steuerberater — Festpreise, DSGVO-konform, in 4 Wochen online".
Fehler 2: Versteckter oder unklarer Call-to-Action
Was soll der Besucher auf deiner Website tun? Wenn die Antwort nicht in 3 Sekunden klar ist — du verlierst ihn.
Wie du es erkennst: Geh auf deine Startseite. Was ist das auffälligste Element? Ist es ein Button mit einer klaren Aktion (z. B. „Termin vereinbaren")? Wenn nein — Fehler 2.
So fixt du es:
- Eine Haupt-Aktion pro Seite, deutlich sichtbar
- Button-Text mit aktivem Verb („Termin sichern", nicht „Mehr erfahren")
- Button visuell hervorgehoben (Kontrastfarbe, große Schrift, Hover-Effekt)
- Sekundäre Aktionen kleiner und dezenter
Fehler 3: Zu viele Optionen, zu wenig Fokus
Klassische Sünde: Du bietest 12 verschiedene Services an, alle gleichberechtigt. Das überfordert. Studien zeigen: Je mehr Optionen ein Besucher hat, desto weniger entscheidet er. Das Phänomen heißt Choice Paralysis.
Wie du es erkennst: Zähle die Navigation deiner Site. Wenn du mehr als 6 Hauptpunkte hast — Fehler 3. Hat deine Startseite mehr als 3 verschiedene CTAs („Anfragen", „Kennenlernen", „Termin", „Newsletter", „Download")? Auch Fehler 3.
So fixt du es:
- Maximal 5-6 Navigation-Punkte
- Maximal 1 Haupt-CTA pro Seite
- Services in 3 klare Pakete bündeln statt 12 einzeln
- Alle „Nice-to-Have"-Pages in einen Footer-Block packen
Fehler 4: Kein Trust-Signal
Warum sollte der Besucher dir glauben, dass du gut bist? Auf den meisten Websites: keine Antwort. Wenn du keine Trust-Signale hast, bist du für den Besucher ein Risiko.
Wie du es erkennst: Geh auf deine Startseite. Siehst du innerhalb der ersten Bildschirm-Höhe mindestens 2 der folgenden?
- Echte Kundenstimmen mit Namen und Foto
- Bewertungs-Stars (Google, Trustpilot, ProvenExpert)
- Anzahl deiner Projekte (z. B. „450+ umgesetzte Projekte")
- Logos von bekannten Kunden
- Auszeichnungen oder Zertifizierungen
- Erfahrungsjahre („seit 2018")
Wenn nein — Fehler 4.
So fixt du es:
- Trust-Strip direkt unter der Hero-Section: Kundenlogos oder Bewertungs-Schnitt
- Mindestens 3 Testimonials mit echten Namen und Foto
- Konkrete Zahlen ins Spiel bringen: „450 Projekte", „98 % Empfehlungsquote"
- Bei B2B: Logos der Kunden, die einverstanden sind
Fehler 5: Mobile-Pain
60-70 % deines Traffics kommt vom Handy. Wenn deine Seite dort schlecht aussieht, sind alle anderen Optimierungen wertlos.
Wie du es erkennst: Öffne deine Website auf dem Handy (nicht im Browser-Mobile-View — am echten Handy). Prüfe:
- Lädt sie in unter 3 Sekunden auf Mobil-Verbindung?
- Kannst du die Buttons mit dem Daumen ohne Zoomen tippen?
- Ist der Haupt-CTA ohne Scrollen sichtbar?
- Sind die Texte ohne Vergrößerung lesbar?
- Funktioniert das Kontaktformular?
- Ist die Telefonnummer als „Klick-zum-Anrufen" verlinkt?
Wenn auch nur eine Frage „Nein" ist — Fehler 5.
So fixt du es:
- Mobile-first denken: Erst Mobile designen, dann auf Desktop hochskalieren
- Tap-Targets mindestens 48×48 px
- Telefonnummer immer als
tel:-Link - Bilder als WebP komprimieren
- Critical CSS inline einbauen
Bonus-Fehler: Kein Tracking
Du weißt nicht, was funktioniert und was nicht. Ohne Tracking optimierst du blind. Mindestens:
- Google Analytics 4 oder ein DSGVO-konformes Tracking
- Heatmap-Tool (Hotjar oder Microsoft Clarity — letzteres kostenlos)
- Form-Submission-Tracking (welches Formular wird wie oft abgeschickt?)
Schnell-Audit deiner Site in 10 Minuten
Geh durch deine Hauptseite und beantworte:
- Weiß der Besucher in 3 Sekunden, FÜR WEN diese Site ist?
- Weiß der Besucher in 5 Sekunden, WAS er hier tun soll?
- Sieht er Trust-Signale ohne Scrollen?
- Ist die Site auf dem Handy gut bedienbar?
- Lädt sie in unter 3 Sekunden?
Wenn du nicht alle 5 mit „Ja" beantworten kannst — du weißt jetzt, woran zu arbeiten ist.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Conversion-Rate?
B2B-Service-Sites: 2-5 %. B2C-E-Commerce: 1-3 %. Lokale Handwerker-Sites: 5-10 %. Wenn deine darunter liegt, gibt es Optimierungs-Potenzial.
Lohnt sich Conversion-Optimierung für kleine Sites?
Ja. Selbst eine Verdoppelung von 2 % auf 4 % bedeutet doppelt so viele Anfragen — bei gleichem Traffic.
Wie lange dauert eine CRO-Optimierung?
Quick-Fixes (Headline, CTA, Trust-Signale): 1-2 Tage. Größere Re-Designs mit A/B-Tests: 4-8 Wochen.
Und jetzt?
Wenn du wissen willst, welche dieser 5 Fehler auf deiner Site sind: Wir machen einen kostenlosen 30-Min-Audit deiner Website mit konkreten To-Dos. Schreib uns kurz — wir melden uns innerhalb 24 Stunden.